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SÄBNICH II |
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Auf der Suche nach einem bequemeren Weg zu Ruine Säbnich bin ich auf eine zweite, namenlose Ruine gestoßen, die ich daher Säbnich II nennen will. Sie liegt ca. 100 Meter südlich des Gehöfts Burgner, das über die Straße Sarmingstein-Waldhausen und den Güterweg Sattl bequem zu erreichen ist, oder etwa 500 Meter nördlich und etwas höher als die Burgruine Säbnich . Die Burg liegt auf einer kleinen felsigen Kuppe, die an drei Seiten wenig natürlichen Schutz bietet. Nur im Süden fällt das Gelände sehr steil gute 100 Meter tief gegen den Sarmingbach ab .
Am Fuße des Felskopfes umschloß ein ovaler
Mauerzug einen kleinen Hof von ca. 15 Metern Durchmesser. Dabei dürfte es sich
aber nicht um eine Ringmauer im herkömmlichen Sinn handeln. Vielmehr ist an der
Außenseite ein ca. 1 Meter hoher Erdwall aufgeschüttet, der direkt in den
recht steilen Abhang übergeht, sodaß der Hof tiefer liegt als das umliegende
Gelände. Auch ist die Mauer innen leicht abgeböscht, d.h. ihre Wandstärke
verstärkt sich nach unten hin. An zwei Stellen ist die Mauer auf einer Breite
von ca. 4 Metern durchbrochen. Dort läuft die Mauer in einem etwa rechten
Winkel nach außen und endet nach ca. 1 Meter. Es handelt sich dabei also um
geplante Mauerdurchbrüche und nicht um Verfallserscheinungen einer Ringmauer.
All dies läßt den Schluß zu, daß es sich dabei um eine Artilleriestellung
handelt, vielleicht aus dem 16 Jhd, einer Zeit aus der eine Wiederbefestigung
der aus dem 12. Jh. stammenden Burg Säbnich belegt ist.
Im Graben ist noch ein Steinbruch zu erkennen, sowie reichlich herumliegende
halbfertige Mauersteine . Die Funktion der Anlage dürfte wohl die einer
vorgelagerten,
spätgotischen Befestigung für Säbnich gewesen sein, die das Hochland über der
Burg kontrollierte und eine bessere Sicht gegen Norden hatte als die Burg
selbst. |
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