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Als es in der Renaissance
üblich wurde genau geplante, symetrische Fassaden zu bauen, stand man
bei mancher Burg vor dem Problem, daß die erhaltene mittelalterliche
Bausubstanz das Ausbrechen eines Fensters an bestimmten Stellen einfach nicht
zuließ. Die pragmatische Lösung für diese Problem ist das sogenannte
Blindfenster: Es wird einfach auf die Mauer aufgemalt.
Für uns ist es besonders interessant, weil die aufgemalten Details des Fensters
sich oft besser erhalten haben als die echten Fenster. Sie erlauben daher
Rückschlüsse über Dinge wie Fensterstöcke, Verglasungen, Fensterbeschläge
etc.
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