karolyi
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Motto: No Mood
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Verfasst am: 20-7-2010 um 15:30 |
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Verlust unserer Bürgerhäuser
Wenn man vom Hauptplatz Stainz kommend die Brücke über den Stainzbach überquert, so befindet sich der besagte Gasthof Messner gleich als erstes
Gebäude auf der rechten Seite in der Grazerstrasse 2 und 4. Es handelt sich bei der Bausubstanz im Kern um einen Renaissancebau. Dieser Gasthof war
ursprünglich ein Teil vom ehemaligen Brauhaus in Stainz, welches am Osthang zum Schloss gestanden hat und etwa am Ende der 1950er Jahre eingestürzt
ist.
Durch mehrere Um und Ausbauphasen ist dieser Gasthof Messner zwar stark verändert worden, aber dennoch waren die Kernsubstanzen aus der Renaissance
erkennbar. 2009 ist der Besitzer in den Konkurs geschlittert und eine Finanzierungsgruppe (zu der auch die Schwägerin des ehm. Besitzers gehört) hat
diesen Gasthof erworben.
Nun wird dieses alte Gemäuer niedergerissen und es muß für einen neuen, größeren und schöneren Gasthof weichen. Rätselhaft erscheint hier allerdings,
dass auf der gegenüberliegenden Strassenseite dieses Gebiet als Denkmalschutzzone ausgewiesen ist. Ist auch verständlich da es sich hier doch um den
eigentlichen Hauptplatz von Stainz handelt.
Am beginn des Abbruchs wurde das Portal und die Steinsäulen vorsichtig entfernt. Wo sich diese befinden konnte ich nicht eruieren. Im weiteren Verlauf
wurde ein Durchbruch geschaffen, in welchem an der Decke des oberen Geschosses spuren eines Fresko zum Vorschein gekommen sind. Leider ist wie so oft
auch hier keine Abbruchbegleitung von Seiten des BDA vor Ort anwesend. Der Abbruch schreitet zügig voran und dürfte in der KW 29 abgeschlossen
sein.
So hat meine Meldung an das BDA gelautet. Von dort habe ich die Mitteilung erhalten, dass zuständigkeitshalber das LKStmk. Eingeschaltet wird da es
sich hier um kein gesch. Denkmal handelt. Auf die Frage nach der Hinweistafel „Denkmalschutzzone“ hat man mir mitgeteilt, dass in so einem Fall die
Gemeinde dafür und nicht das BDA zuständig ist. So so. Tage später wurde
ich vom LKStmk kontaktiert und man hat mir mitgeteilt, dass ihnen hier die Hände gebunden sind und sie können selbst nur zusehen wie die hier
vorhandenen Freskos zerstört werden. Es sei denn der Besitzer erlaubt ihnen die Abnahme. Wie schwammig sind da unsere Zahnlosen Gesetze? Armes
Österreich, ich verstehe es, dass ein Unternehmer hier so rasch wie möglich ein neues Hotel errichten möchte und es ist auch positiv für Stainz. Nur
leider gehen bei so einer Art Abbruch auch unsere Kulturgüter kaputt. Ich denke da an Griechenland oder Kroatien wo kein altes Gemäuer ohne Begleitung
abgebrochen werden darf. Bei uns verhält sich da das BDA ähnlich einer Mimose. Wo bleibt da unsere Kultur und deren Schutz in Österreich?
Im Gewölbe war ein Marienbild aus der Renaissance mit Datum und im Obergeschoss dürfte es sich um ein Wappen aus der gleichen Zeit gehandelt haben.
Ich denke, dass so etwas doch von öffentlichen Interesse ist. Nur leider war dem nicht so.
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Rambo
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Motto: No Mood
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Verfasst am: 21-7-2010 um 08:06 |
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Das Gebäude scheint leider NICHT als Bodendenkmal auf
http://www.bda.at/documents/983268164.pdf
Leider kommt es oft vor das historisch wichtige Gebäude modernen "Prachtbauten" weichen müssen. Ich erinnere mich an Köflach wo an Stelle eines über
500 Jahre altem Hauses heute das Rathaus ! steht.
Gruß Rambo
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Wilhelm von Baumgarten
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Motto: Schildes ambet ist min art !
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Verfasst am: 21-7-2010 um 09:29 |
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Wie ich schon soooo oft erwähnen musste :
IN ÖSTERREICH REGIERT NUR DER ZASTER , FÜR DIE EIGENE KULTUR INTERESSIERT SICH KEINER DER GELDSÄCKE / POLITIKER !
Im BDA sitzen nur Beamte und die sind weisungsgebunden ! So hat der, der auf die Politik einwirken kann, alle Rechte ! Und so wird all unser
kulturelles Erbe verschwinden oder zu disneylandesken Gebilden umgeformt.
No nobis domine, no nobis,
sed nomine tuo da gloriam !
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karolyi
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Motto: No Mood
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Verfasst am: 21-7-2010 um 17:33 |
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Hallo Rambo,
ja die Liste kenne ich, nur war ich leider so blauäugig zu glauben, wenn eine Tafel welche in beide Richtungen weist und mit der Aufschrift Schutzzone
versehen ist, dass es sich bei dieser Umgebung um geschützte Bauten handelt. Ausserdem hätte das LKStmk. Ein Jahr Zeit gehabt das Gebäude genau zu
untersuchen. Genau so lange war dieses Haus nicht mehr bewirtschaftet. Nur das Haus von aussen zu besichtigen ist doch wohl etwas zuwenig. Im Kern
schlummern zumeist die wichtigsten Informationen. So wie eben hier die besagten Fresken.
Wie sagt unser Austro-Kanadier Mister Strohsack, „wer zahlt schafft an“. Und da liegt etwas Wahres in dieser Aussage.
L.G.
Karolyi
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